Die Möglichkeiten des präventiven Testens

Gerade rund um Weihnachten möchten viele ihre Familie treffen. Doch bei dem aktuellen Infektionsgeschehen ist das gefährlich. Insbesondere dadurch, dass nicht jede infizierte Person unbedingt Symptome haben muss. So kann es sein, dass Infizierte unbemerkt andere anstecken. Deshalb ist das präventive Testen so wichtig. Es sorgt dafür, dass nachgewiesen werden kann, ob man den Virus in sich trägt oder nicht. Nicht nur für ältere Menschen, deren Leben besonders durch eine Corona-Infektion beinträchtigt werden kann, stellt das Virus eine besondere Gefahr dar. Auch Jüngere können schwer erkranken und sehr unter den Spätfolgen leiden. Entsprechend ist es wichtig, sich und andere vor dem Virus zu schützen. Bis eine Impfung für alle verfügbar ist, bieten Abstand, Hygiene und Alltagsmaske ein wenig Schutz. Doch Klarheit schafft ein Test. Hierbei gibt es allerdings Unterschiede. Test ist nicht gleich Test. So unterscheiden sich die Tests in ihrem Verfahren und auch in ihrer Genauigkeit.

Folgende Testverfahren gibt es:

  • PCR-Tests weisen nach, ob man den Virus aktuell in sich trägt. Sie sind sehr genau, werden in Laboren analysiert und liefern die besten Ergebnisse.
  • PCR-Schnelltests, die Vorort Ergebnisse liefern, sind hingegen nicht so genau wie der PCR-Test.
  • Antigentests sind in unterschiedlicher Qualität verfügbar. Die Genauigkeit der Ergebnisse kann sehr verschieden sein. So schließt ein negatives Ergebnis in einem Antigentest eine Infektion nicht aus. Etwa zu Beginn oder zum Ende der Infektion kann die Viruslast sehr niedrig sein, so dass der Antigentest diese nicht nachweist. Der Zeitpunkt des Tests ist hier sehr wichtig und ein positiver Test sollte mit einem zusätzlichen PCR-Test überprüft werden.
  • Der Antikörpertest weist nach, ob man Antikörper gegen das Virus in sich trägt, die der eigene Körper in Folge einer Erkrankung gebildet hat. Damit ist es nach derzeitigem Wissensstand eher unwahrscheinlich, wenn man einen positiven Antikörpertest hat, dass man wieder erkrankt. Ein Restrisiko bleibt hier aber bestehen.

Wenn der Arzt oder das Gesundheitsamt keinen Test anordnet und man aber trotzdem ein Stück Gewissheit haben möchte, muss man den Test selbst bezahlen. Dafür gibt es verschiedene Testzentren, z.B. an Bahnhöfen oder Flughäfen, wo man einen PCR- oder Antigentest machen kann. In der Regel stehen genauere Informationen dazu auf den Webseiten des jeweiligen Bundeslandes bereit. Außerdem kann man auch einen PCR-Test im Internet bestellen und diesen selbst bequem von Zuhause durchführen.

Wenn man also zu Weihnachten seine Verwandten treffen möchte, sollte man die Möglichkeit des Testens in Betracht ziehen oder dieses Jahr die Feierlichkeiten vielleicht lieber im kleinen Kreis begehen.