Schule trotz Corona – aber sicher!

An den meisten Schulen in Deutschland findet trotz Corona wieder Präsenzunterricht statt. Die überwiegende Mehrheit der LehrerInnen ist besorgt, sich in der Schule mit dem Virus anzustecken – und sehen in präventiven und regelmäßigen Corona-Tests eine sinnvolle Möglichkeit, wieder sicher lehren zu können.

Landesschülersprecher Richard Gamp über Corona-Tests an seiner Schule

Unser Bildungssystem ist die Basis unseres Wertesystems und unseres Wohlstands. Studien zeigen, dass die größten Lernerfolge dann erzielt werden, wenn ein direkter Kontakt zwischen Lehrern und Schülern existiert. Alle an einem Ort, mit der Möglichkeit, richtig zu interagieren, Gestik und Mimik zu sehen. Schule wird dann zum Gefühl der Gemeinschaft. Das findet auch Richard Gamp, der Berliner Landesschülersprecher: „Präsenzunterricht ist ein wesentlicher Bestandteil schulischer Bildung, da die Inhaltsvermittlung hier erst so richtig zum Tragen kommt“.

Corona erschwert den wichtigen Präsenzunterricht ungemein

Doch wie kann Präsenzunterricht unter den Bedingungen der Pandemie stattfinden? Mit Herbstbeginn steht die Erkältungszeit bevor und die Ansteckungsgefahr lauert an vielen Orten. Besonders hoch ist sie dort, wo viele Menschen miteinander in Kontakt kommen, wie zum Beispiel in Schulen. Sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten, erhöht dabei nicht nur das generelle Erkältungspotenzial – sondern auch das Risiko, sich mit COVID-19 zu infizieren.

Viele LehrerInnen sind daher besorgt, sich in der Schule anzustecken. Das zeigte eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Civey, in der 500 LehrerInnen befragt wurden. Zwei Drittel der Befragten gaben an, Angst vor einer Infektion im Schulbetrieb zu haben.

LehrerInnen in Deutschland: Corona-Tests sind die sinnvollste Möglichkeit, um sicher zu unterrichten

Einen sinnvollen Ansatz, um den so wichtigen gemeinsamen Unterricht auch in Zeiten der Pandemie zu ermöglichen, stellen regelmäßige und präventive Corona-Tests dar. Dieser Meinung sind laut der von Civey durchgeführten Studie 64 % der befragten LehrerInnen. Sie sehen in den Tests die geeignete Methode, um die Gesundheit aller zu schützen. „Gerade zur jetzigen Erkältungszeit gibt mir das Testen an der Schule ein gutes Gefühl“, sagt Lehrer Markus Röser vom Humboldt-Gymnasium Alt-Tegel.

Die Berliner Schule führt seit Beginn des Schuljahres bereits wöchentlich kostenlose Corona-Tests mit LehrerInnen und SchülerInnen durch – ziemlich erfolgreich, wie auch die Eltern der getesteten Schüler finden. Aufgrund der Tests wissen sie, „dass die Kinder gesund sind und man sie beruhigt in die Schule gehen lassen kann“, so Sandra Zimmermann, Mutter einer Schülerin am Humboldt-Gymnasium.

Normaler Schulbetrieb und gesellschaftliche Verantwortung in Zeiten von Corona

Wenn die eigene Schule auf Corona testet, dann hat das nicht nur gesundheitliche Vorteile. „Durch das Testen übernehme ich aktiv Verantwortung für meine Mitschüler und schütze meinen engeren Kreis“, erklärt Emma Könemann, Schulsprecherin des Humboldt-Gymnasiums. Schulleiter Jörg Kayser betont dazu, dass gerade die Kombination aus regelmäßigem Testen und dem Einsatz von Masken sowie Abstandsregeln ein „wirklich begründetes Gefühl von Sicherheit“ gebe.

Prof. Dr. Jörg Kayser, Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums At-Tegel

Testen an Schulen ist derzeit noch immer ein Privileg. Das meint auch Landesschülersprecher Richard Gamp: „Ich bin sehr froh, wieder unbeschwert in der Schule lernen zu können. Viele meiner Freunde beneiden mich darum.“ Sicher lernen zu können sollte jedoch für alle möglich sein. 

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Unsere Initiative macht sich dafür stark, dass immer mehr Schulen mittels Corona-Tests für mehr Sicherheit für SchülerÍnnen und LehrerInnen sorgen können. Sie ermöglichen einen Alltag mit sozialen Begegnungen – und dauerhaftem Präsenzunterricht, der mit einem guten Gefühl besucht werden kann. Werde jetzt UnterstützerIn: https://initiative-wir-testen.de/mitmachen/.