Test-Charta: SARS-CoV-2-Test Qualitätsstandards für eine sichere neue Normalität

Präventives und gezieltes Testen trägt maßgeblich dazu bei, frühzeitig Personen zu identifizieren, die sich mit dem SARS-CoV-2 Virus infiziert haben – auch wenn sie noch keine Krankheitssymptome zeigen. SARS-CoV-2-Tests dienen dem Nachweis einer COVID-19 Erkrankung. Je früher die Verbreitung des Virus erkannt wird, umso besser lässt sich zielgerichtet reagieren. Damit ist präventives Testen ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Es ist entscheidend, dass die angebotenen SARS-CoV-2-Tests sowie die damit verbundene Infrastruktur hohe Qualitätsstandards erfüllen. Nur durch zuverlässige Ergebnisse und eine schnelle, digitale Befunderstellung und -übermittlung können sich Getestete und ihr Umfeld nach einem negativen Befund sicher fühlen:

I. Ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Inkubationszeit von SARS-CoV-2-Erregern kann nur zwei Tage betragen. Deshalb muss das Probematerial nach Entnahme so schnell wie möglich das Labor erreichen und das Testergebnis digital bei der getesteten Person vorliegen. Der Nutzen eines vorliegenden Ergebnisses ist innerhalb von 24 Stunden am größten. Im Fall eines positiven SARS-CoV-2-Testergebnisses ist es zudem entscheidend, die zuständigen Gesundheitsbehörden unverzögert zu informieren. Ein reibungsloser Ablauf spart wertvolle Zeit und begrenzt das Risiko.

II. Digitalisierung zur Bekämpfung der Pandemie nutzen.
Die Gewährleistung sicherer und zuverlässiger Kommunikation zwischen Labor und der getesteten Person ist unerlässlich. Nur mit vollständiger Digitalisierung der gesamten „Teststrecke“ von der Anmeldung zum Test, über das Tracking, Testordern und das Herunterladen des Befunds gelingt es, SARS-CoV-2- Testungen im breiten Ansatz innerhalb von maximal 24 Stunden zu realisieren. Dabei müssen alle datenschutzrechtlichen Standards eingehalten werden.

III. Durch Innovation die Pandemie bewältigen.
Die Nachweisverfahren von SARS-CoV-2 durch rRT-PCR-Analysen sind mehrstufige und aufwendige Verfahren. Innovationen, wie die isothermale Amplifikation als Alternative zum bekannten PCR-Test, sind eine große Chance im erfolgreichen Kampf gegen die Pandemie. Durch dieses Verfahren können mehr Kapazitäten mit gleichen verfügbaren Ressourcen geschaffen werden. Testungen werden somit effizienter durchgeführt und schneller skaliert.

IV. Hohe Sensitivität gewährleisten.
Mangelnde Sensitivität eines Testverfahrens stellt insbesondere vor dem Hintergrund der Infektiosität einer mit COVID-19 erkrankten Person ein großes Problem dar. Ein falsch negativer Befund erzeugt ein irrtümliches Sicherheitsgefühl bei der betroffenen Person und macht sie zu einer potenziellen Gefahr für andere. Daher müssen, um einer schlechten Probenqualität vorzubeugen, wissenschaftlich begründete Standards zu Entnahme und Umgang mit dem Probenmaterial stets berücksichtigt werden. Zudem sollte bei Personen, die auf einen begründeten Verdacht hin getestet wurden und ein initial negatives Testergebnis erhalten haben, der Test mit einer neuen Probe wiederholt werden.

Wir sind der festen Überzeugung, dass präventives und effizientes Testen nur bei der Einhaltung hoher Qualitätsstandards seinen vollen Nutzen entfalten kann.